Seelsorge in der Bundeswehr - Wir haben für Sie Zeit

Seelsorge (Quelle: nb)
Seelsorge, da denken Sie sicher zuerst an die Kirche oder an Ihre Kirchengemeinde.
Nun begegnen Sie wieder einem Geistlichen, diesmal bei der Bundeswehr – von der Militärseelsorge.
Neue Kameraden, mit denen Sie auf der Stube zusammenleben müssen.
Vorgesetzte, die Ihnen Befehle erteilen und denen Sie gehorchen müssen, Grundausbildung, Lernen, wie man mit Waffen und manchem kompliziertem Gerät umgeht, Übungen, Manöver und vielleicht sogar Einsätze in Krisengebieten – das erwartet Sie und das erleben Sie in der Bundeswehr.
Und die Militärpfarrerinnen und -pfarrer?
Sie begleiten Sie in Ihrem Dienst in der Bundeswehr – im soldatischen Alltag wie auch bei den Auslandseinsätzen.
Zuallererst:
Wann immer Sie ein Problem haben, wann immer Sie eine Sorge drückt, wann immer Ihnen etwas auf der Seele lastet – mit ihnen können Sie über alles reden, ihnen können Sie sich anvertrauen, sie haben Zeit für Sie.
Und Sie können sicher sein: Nichts von dem, was Sie ihnen anvertrauen, werden sie weitersagen, niemandem.
Mit dem Militärgeistlichen können Sie über alles reden, ihm können Sie sich anvertrauen, der Geistliche hat Zeit für ihn. Das gilt genauso für die kleinen Alltagssorgen und -nöte, etwa Probleme mit der Freundin oder dem Geld, wie für alle Fragen, die sich um Glauben und Kirche drehen.
In der Regel arbeiten in den Dienststellen der Evangelischen Standortpfarrerinnen und Standortpfarrer jeweils zwei Personen. Neben den Geistlichen, die eine abgeschlossene theologische Ausbildung haben, sind es die Pfarrhelferinnen und Pfarrhelfer, die eine spezielle diakonische Ausbildung für die Bundeswehr erhalten.
Unter einem schlichten Holzkreuz, das Soldaten aufrichten. Und bei besonderen Anlässen feiern die evangelischen und katholischen Soldaten zusammen ökumenische Wortgottesdienste. Jede Soldatin und jeder Soldat erhalten das Evangelische Gesang- und Gebetbuch für Soldaten.
Die Taufe ist die Zusage der Liebe und Vergebung Gottes. Sie gilt ein Leben lang. Zugleich ist sie die Aufnahme in die christliche Kirche
Zwei Menschen sagen vor Gott und den Menschen, dass sie sich füreinander entschieden haben und immer wieder neu für ihre Liebe sorgen wollen. Zugleich bekommen die beiden etwas für ihren gemeinsamen Weg:
Gottes Segen und die Unterstützung der christlichen Gemeinde.
Wenn ein Bundeswehrangehöriger stirbt, ist der Militärpfarrer Ansprechpartner für die Familie und die Kameraden und bespricht mit ihnen, was geschehen soll. Im Militär gibt es neben der eigentlichen Beisetzung auch die Möglichkeit, den Verstorbenen vorher mit einem Gedenkgottesdienst zu verabschieden.
Die Bibel ist kein Buch wie jedes andere, sie ist einzigartig und unverwechselbar.
Rüstzeiten sind ein besonderes Angebot der Evangelischen Militärseelsorge an die evangelischen Soldaten. Dazu heißt es in der Präambel der Rüstzeit-Richtlinien:
„Die Rüstzeitarbeit als Arbeitszweig Evangelischer Militärseelsorge orientiert sich in Wesen, Inhalt und Form an den Grundsätzen der evangelischen Erwachsenenbildung.
Sie bemüht sich, für den Einzelnen und für die Gesellschaft relevante Sinn- und Wertfragen thematisch aufzunehmen und vom christlichen Glauben her zu erschließen.
Der kirchliche Auftrag der Rüstzeitarbeit ist begründet in Mt. 28, 20: „...und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe“.
Die Evangelische Militärseelsorge legt in ihrem Ökumenischen Engagement einen Schwerpunkt auf die Zusammenarbeit mit ihren protestantischen europäischen Nachbarn und Partnern.
Mit einem festlichen Schlussgottesdienst ist am Sonntag in Bremen der 32. Deutsche Evangelische Kirchentag zu Ende gegangen, der unter dem Motto "Mensch, wo bist du?" stand. Vom 20. bis zum 24. Mai besuchten insgesamt mehr als 500.000 Menschen die fast 2.500 Veranstaltungen. Im Mittelpunkt standen das Bekenntnis zu mehr sozialer Gerechtigkeit, Konsequenzen aus der Wirtschafts- und Finanzkrise sowie Forderungen nach mehr Menschenwürde. Auch die Evangelische Militärseelsorge war vertreten.